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Erfolgreiche Teilnahmen am Regionalwettbewerb Jugend forscht

von Martin Rothweil und Dr. Markus Thiele

Auch in diesem Jahr präsentierten Schülerinnen und Schüler der Hohen Landesschule Projekte aus den Bereichen Biologie und Physik auf dem Regionalentscheid Jugend forscht. Bereits zum achten Mal wurde der Wettbewerb Rhein-Main-Ost von dem Hanauer Unternehmen Heraeus ausgerichtet.

 

Aylin Kocdemir (Jahrgangsstufe Q2) untersuchte im Rahmen ihres Projektes mögliche negative Auswirkungen von akuten Lärmeinwirkungen auf Testpersonen. Anlass für ihre Untersuchungen waren die bekannten Ohrenschmerzen und das Dröhnen des Kopfes nach dem Besuch eines lauten Konzertes. Mit Hilfe von vier Testpersonen startete sie in das Projekt und konnte auf dem Wettbewerb erste Ergebnisse präsentieren, die auf eine negative Auswirkung der akuten Lärmeinwirkung hindeuten.

Das zweite Projekt in der Sparte Biologie präsentierten Melanie Dany und Annika Euler (Jahrgangsstufe Q4). Es umfasste eine genetische Untersuchung an fetalen Drillingen des einheimischen Rehs (Capreolus capreolus).

Dazu typisierten die Jungforscherinnen die DNA eines adulten weiblichen Rehs und seiner drei ungeborenen Kitze mittels STR-Analyse (short tandem repeat-Analyse). Dies geschah anhand von Gewebeproben der Tiere, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren.

Die Schülerinnen gingen zum einen der Frage nach, ob es sich bei den drei Feten um eineiige, zweieiige oder gar dreieiige Drillinge handelte. Zum anderen ging es darum, ob im Falle einer mehreiigen Trächtigkeit ggf. eine multiple Vaterschaft vorliegen könnte.

Nach erfolgreicher Durchführung der Experimente und anschließender Auswertung der Mikrosatellitenanalyse stellte sich heraus, dass die Feten dreieiig waren und mit großer Wahrscheinlichkeit einen Vater hatten. Unterstützt wurde das Projekt, das als beste Arbeit einer Hanauer Schule ausgezeichnet wurde, von Dr. Casten Nowak, Leiter des Fachgebietes Naturschutzgenetik des Senckenberg-Forschungszentrums für Biodiversität und Klima, von Dr. Christina Staginnus, Sachverständige für DNA-Analyse am Landeskriminalamt in Mainz, von Dr. Cornelia Ebert und Ilir Avduli von der Firma Seq-it, von Dr. Peter Engel und Dr. Jessica Fuchs von der Fa. Bio-Rad, von Dr. Ralf Klingenstein von der Fa. Qiagen und von den Freunden & Förderern der Hohen Landesschule e.V.

Den 2. Platz in der Kategorie Physik erreichten Insa Belter, Jan Henning und Per Pohlmann (Jahrgangsstufe Q2). Mit ihrem Projekt „Thermoelektrische Module in der Wüste“ waren die Schüler auf der Suche nach einer erneuerbaren und emissionsfreien Energiegewinnung durch Thermoelemente. Diese nutzen Temperaturdifferenzen zur Stromgewinnung oder erzeugen Temperaturdifferenzen mit Hilfe von elektrischem Strom. Auf Grund dieser Eigenschaften werden Thermoelemente vielfältig im Alltag eingesetzt.

Die Idee der drei Schüler: Sie wollten den großen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht, z. B. in einer Wüste, ausnutzen, um mit Hilfe von Thermoelementen elektrischen Strom zu erzeugen. Da Thermoelemente nicht von der Sonnenstrahlung abhängig sind, wie z. B. Photovoltaikanlagen, könnten diese Elemente auch noch in der Nacht elektrischen Strom aus gespeicherter Wärme umwandeln. Dies würde Speichermedien wie Akkumulatoren überflüssig machen und Ressourcen einsparen.

Die Schulgemeinde gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern!


Bild: Ausschnitt des Jugend forscht-Plakates von 1994

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