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Schüler befragen Landtagskandidaten

Aileen Reichelt

Anlässlich der anstehenden Landtagswahl befragten am 05.09.18 die Schüler und Schülerinnen der Hohen Landesschule fünf Landtagskandidaten zum Thema Bildungspolitik sowie zu anderen aktuellen Fragen. Die etwa zweistündige Podiumsdiskussion war im Vorfeld von Schülerinnen des PoWi-Leistungskurses mit Unterstützung ihres Lehrers, Dr. André Griemert, organisiert worden. Anwesend als Gäste im Philipp-Ludwig-Forum der Schule waren Vertreter und Vertreterinnen der CDU, FDP, Grünen, SPD und der Linken. Die AfD konnte der ausgestellten Einladung leider nicht nachkommen.

 

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Bild: Ulrike Eifler, Jutta Straub, Birol Afci, Thomas Schäfer und Heiko Kasseckert waren anlässlich einer Podiumsdiskussion zu Gast an der Hohen Landesschule.

In drei Programmblöcken stellten die Moderatorinnen aus dem PoWi-Kurs ihre Fragen. Zunächst wurde in einer offenen Diskussion das Thema Bildung behandelt. Schnell waren sich die Politiker und Politikerinnen einig, dass diese einen sehr hohen Stellenwert in der Agenda ihrer Parteien einnimmt. Dennoch gebe es einige verbesserungsfähige Punkte, wie beispielsweise den baulichen Zustand vieler Schulen. Konsens bestand auch darüber, dass die Digitalisierung von Schulen gefördert werden sollte. Andere Problematiken, wie z. B. der Lehrkräftemangel, wurden von Opposition und den aktuellen Regierungsparteien unterschiedlich bewertet. Heiko Kasseckert (CDU) betonte eine momentane Abdeckung von 105 %, wohingegen Jutta Straub (SPD) auf die unzulängliche Qualifizierung hinwies. Diese sei unter anderem bei der Inklusion hinderlich.

Im Folgenden stellten die Holanerinnen den einzelnen Kandidaten parteispezifische Fragen.

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Schülerinnen des PoWi-Leistungskurses der Q3 führen bei der Podiumsdiskussion durch das Programm.

So sprach sich beispielsweise Ulrike Eifler (Die Linke) dafür aus, Steuern von Wohlhabenden für eine kostengünstige Bildung zu verwenden. Des Weiteren vertrat Thomas Schäfer (FDP) die Ansicht, dass der Föderalismus eine einheitliche Bewertung des Abiturs verhindere. Birol Avci (Die Grüne) betonte die ökologische Bildung, Energiewende und den Ausbau des ÖPNV als Zukunftsziele.

Anschließend sollten die Landtagskandidaten in einer kurzen Runde von Ja-Nein-Fragen Stellung beziehen. Zwar folgte hier direkt bei der ersten Frage ein „Jein“, dennoch konnten so noch einige Positionen klar gestellt werden.

Das Publikum, bestehend aus teilweise bereits wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern, verfolgte zunächst interessiert die Diskussionen und durfte anschließend auch eigene Fragen stellen. Dabei entstand ein spannender Austausch zum Thema Freiheit vs. Sicherheit im Hinblick auf Cyber Security, Überwachung und Rechtsstaatlichkeit, bei dem insbesondere Avci, Schäfer und Kasseckert noch einmal die unterschiedlichen Standpunkte ihrer Parteien hervorhoben: Während Avci und Schäfer deutlich ein zu Viel an Überwachung ablehnten und sich hierbei auf die Unschuldsvermutung beriefen, verwies Kasseckert auf die gewandelte Sicherheitsarchitektur im Zeitalter des internationalen islamistischen Terrorismus.

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Zum Schluss durften die Schülerinnen und Schüler noch in einer Testwahl ihre Stimme für eine der anwesenden Parteien abgeben, um ihren Eindruck nach dieser Podiumsdiskussion kundzutun. Das Ergebnis ist eindeutig: Birol Avci erhielt 18,31 % der Stimmen und hätte damit das Direktmandat des Wahlkreises Main-Kinzig II gewonnen.


Die Wahlergebnisse der Holanerinnen und Holaner im Überblick.

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