von Dr. André Griemert

Die Schülerinnen und Schüler der Q4-Geschichtskurse der Hohen Landesschule Hanau haben im Rahmen einer maßgeblich von Herrn Reibling organisierten zweitägigen Exkursion am 05. und 06.März 2026 zentrale Orte deutscher Geschichte in Weimar und Buchenwald besucht. Begleitet wurden sie von den Lehrerinnen und Lehrern Herrn Denck, Frau Enders und Dr. André Griemert sowie von Frau Klüber und Frau Bernhardt.

Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Vor Ort setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Geschichte nationalsozialistischer Verfolgung und Gewalt auseinander. Die Begegnung mit dem historischen Ort bot Anlass zur vertieften Reflexion über Diktatur, Menschenrechte und die Bedeutung historischer Verantwortung.

In Weimar nahm die Gruppe zudem an einem Workshop mit dem Titel „Weimarer Klassik und der Nationalsozialismus“ teil. Dabei wurde thematisiert, wie das kulturelle Erbe der Stadt im Nationalsozialismus politisch instrumentalisiert wurde und welche Herausforderungen sich daraus für die heutige Erinnerungskultur ergeben.

Darüber hinaus besuchten die Schülerinnen und Schüler das Haus der Weimarer Republik, in dem sie zentrale Entwicklungen der ersten deutschen Demokratie nachvollziehen konnten. Im Rahmen einer historischen Rallye erkundeten sie außerdem verschiedene Erinnerungsorte in der Stadt. Dabei beschäftigten sie sich eigenständig mit Spuren der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und der Weimarer Klassik im Stadtbild.

Frau Klüber betonte die besondere Bedeutung solcher Exkursionen für den Geschichtsunterricht: „Gerade Orte wie Buchenwald machen deutlich, dass Geschichte nicht abstrakt ist. Für die Schülerinnen und Schüler wird hier sehr konkret erfahrbar, welche Folgen politische Entscheidungen und Ideologien haben können.“

Auch Frau Enders hob den pädagogischen Wert der Fahrt hervor: „Die Verbindung aus Workshop, Museumsbesuch und eigenständiger Erkundung der Stadt hat den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte Weimars eröffnet. Besonders wichtig ist dabei, dass sie sich aktiv mit den historischen Orten auseinandersetzen.“

Die Eindrücke vor Ort wirkten auch bei den Schülerinnen und Schülern nach. Eine Tabea Schütze der Q4 erklärte: „Der Besuch in Buchenwald war sehr eindrücklich. Man kennt vieles aus dem Unterricht, aber vor Ort bekommt das Ganze eine ganz andere Dimension.“

Karim Abdel Aziem ergänzte: „Die Rallye durch Weimar war spannend, weil man an vielen Orten merkt, wie eng die verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte miteinander verbunden sind.“

Die Exkursion verband historische Orte, wissenschaftliche Workshops und eigenständige Erkundungen miteinander. Ziel war es, zentrale Themen der deutschen Geschichte nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern an authentischen Orten erfahrbar zu machen. Die Hohe Landesschule nutzt regelmäßig solche außerschulischen Lernorte, um historisches Lernen zu vertiefen und das reflektierte Geschichtsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken.