von Katharina Lücker und Michaela Köller
In der letzten Schulwoche nahm die gesamte Jahrgangsstufe 7 mit insgesamt 252 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt „Herzsicher an der HOLA“ teil, dabei erwarben sie wichtige Kenntnisse zur Lebensrettung mittels der „Prüfen-Rufen-Drücken“-Methode.
Das Projekt „Herzsicher – Wiederbelebung in Schulen“ ist eine Initiative vom Hessischen Kultusministerium in Kooperation mit der Björn-Steiger-Stiftung, die sich das Ziel gesetzt hat, die Anzahl der ca. 65.000 Menschen, die bundesweit jährlich am plötzlichen Herztod sterben, zu verringern. Dieser Tod wäre oft vermeidbar, würde sofort Erste Hilfe geleistet werden.
Die Gesamtorganisation des Projekts übernahm Michaela Köller, die schon seit vielen Jahren den Schulsanitätsdienst an der Hohen Landesschule leitet. Im Vorfeld der Projekttage erhielt die HOLA von der Björn-Steiger-Stiftung das Schulungsmaterial von 12 Reanimationspuppen und einem Übungsdefibrillator. Für die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts wurde der örtliche Kooperationspartner der HOLA, die Johanniter-Unfallhilfe e.V. Hanau hinzugezogen, die 19 Lehrkräfte zu den Wiederbelebungsmaßnahmen mit Einsatz eines Defibrillators fortbildete und vermittelte wie man das gesponsorte Schulungsmaterial sinnvoll und spannend in den Unterricht einbinden kann.
Der Projekttag in den 7. Klassen war praxisnah angelegt und die Schülerinnen und Schüler erprobten an Reanimationspuppen, wie man das Bewusstsein einer Person feststellt (1. „Prüfen“), wie und mit welchen Informationen man einen Notruf absetzt (2. „Rufen“) und wie die Herzdruckmassage funktioniert (3. „Drücken“: 30mal, 100–120-mal pro Minute). Zudem lernten die Schülerinnen und Schüler auch den richtigen Umgang mit einem Defibrillator, um ggf. einen Schock bei einer Herzrhythmusstörung auszulösen.
Die Klassen waren motiviert und mit Begeisterung bei der Sache, so wurden in den meisten Klassen auch die stabile Seitenlage und andere grundlegende Maßnahmen der Ersten Hilfe thematisiert, um im Ernstfall richtig zu reagieren und Leben zu retten.
Durch die Schulung der Schülerinnen und Schüler in der Reanimation soll das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gestärkt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen, gefördert werden.
Die erstmals durchgeführten Projekttage an der Hohen Landesschule sollen im Rahmen der Gesundheitserziehung einen Beitrag leisten, möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu befähigen, in Notfallsituationen, vor allem beim Herzkreislauf-Stillstand, handlungsfähig zu sein.
Das Projekt „Herzsicher an Schulen“ wird auch in Zukunft an der Schule verankert, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern diese lebensrettende Sofortmaßnahme zu vermitteln.

