von Stefan Prochnow
UNO, Bingo, Monopoly – alles Spiele, die fast jeder kennt. Bei manchen kommt es auf Geschicklichkeit an, bei anderen auf Strategie, bei vielen schlicht aufs Glück. Doch was ist das Spiel MACRO, das der Kombikurs Wirtschaftswissenschaften der Hohen Landesschule Hanau (HOLA) nun erstmals spielte?
„MACRO“ ist ein computergestütztes Planspiel, in dem die makroökonomischen Zusammenhänge einer Volkswirtschaft dargestellt werden. Es treten zwei Länder in mehreren Spielrunden gegeneinander an“, erläutert Benjamin Kurtz, der die Simulation souverän geleitet hat. Der Student der Volkswirtschaftslehre promoviert derzeit in Tübingen und konnte den Elftklässlern am fünfstündigen Projekttag spielerisch wichtige Zusammenhänge der Wirtschaft näherbringen. Als Haushalte, Unternehmen und Regierung der beiden fiktiven Staaten „Armackia“ und „Euckenesien“ erlebten die Schüler die Zusammenhänge des Wirtschaftskreislaufs. „Ich habe gemerkt, dass es im Fach Wirtschaft nicht allein aufs Faktenlernen ankommt, sondern darauf, Ordnungen und Zusammenhänge zu erkennen“, resümierte eine Schülerin am Ende. „Bei MACRO kommt es also nicht auf Glück oder Geschicklichkeit an, sondern auf Wirkungsketten und die Antizipation der Auswirkungen ökonomischer Maßnahmen“ fasst HOLA-Wirtschaftslehrer Stefan Prochnow zusammen.
Der im Februar 2025 verstorbene Ex-Bundespräsident Horst Köhler lobte MACRO seinerzeit ebenfalls: „Wer die Welt verändern will, muss sie verstehen. Das wird angesichts der zunehmenden globalen Interdependenz immer schwieriger. Noch nie zuvor waren unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme so eng miteinander verwoben wie heute. Das MACRO-Planspiel der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft stattet junge Menschen mit dem notwendigen ökonomischen Handlungswissen aus und hilft ihnen, die Zusammenhänge einer globalisierten Welt zu erkennen.“
Es ist damit zu rechnen, dass auch künftige Schüler der HOLA mit MACRO spielerisch in den Wirtschaftsunterricht einsteigen werden.
