von Carsten Gehron-Retzbach
Am 21. Februar 2026 fand der Regionalwettbewerb Rhein-Main Ost von „Jugend forscht Junior“ bei Heraeus statt. Mit dabei war Klara von Hauff, die im Team mit Liam Lang, einem Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen, im Rahmen des Jugend forscht-Clubs bei KaTHINKas MINT der Kathinka-Platzhoff-Stiftung an einem Projekt seit dem Herbst gearbeitet hat.
Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 120 Wettbewerbe. Teilnehmen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Wer mitmachen will, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt. Den Gewinnerinnen und Gewinnern winken attraktive Geld- und Sachpreise.
Klaras und Liams Projekt hört dabei auf den Namen „NeuroPong: Gehirnwellengesteuertes Gaming zur Überwindung von Barrieren“. In diesem Rahmen untersuchten Klara und Liam Signale, die auf der Kopfhaut entstehen, wenn Nervenzellen im Gehirn aktiv sind. Diese EEG-ähnlichen Signale erfassen sie mithilfe eines einfachen Headsets und werten sie über einen Arduino aus. Diese Signale wollen sie zur Steuerung eines selbst entwickelten Pong-Spiels einsetzen und damit zeigen, wie gedankenbasierte Steuerungen auch mit einfachen technischen Mitteln realisierbar sind. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Grundidee, mit Hilfe von Hirnströmen Computer steuern zu können, bereits seit einiger Zeit existiert, dafür waren allerdings bislang Implantate nötig, die direkt in das Gehirn eingesetzt werden oder sehr aufwändige Spezialhelme. Das Neue liegt hier darin, dass die Verwendung eines Headsets ohne medizinische Eingriffe und außerdem mit wesentlich weniger Aufwand auskommt. Das Ziel ist es Technologien zu entwickeln, die Menschen mit motorischen Einschränkungen den Alltag erleichtern, weil diese Leute herkömmliche Eingabegeräte entweder nicht oder nur mit Schwierigkeiten nutzen können. Auch Einsätze am Arbeitsplatz zur Erleichterung der täglichen Arbeiten sind denkbar.
Klara und Liam konnten die Jury von ihrem Projekt überzeugen und haben den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt erzielt. Damit sind sie qualifiziert für den Landeswettbewerb Jugend forscht Junior Ende März in Kassel. An dieser Stelle drücken wir von der Hohen Landesschule die Daumen für die beiden und wünschen ihnen eine erfolgreiche zweite Runde.
